Im folgenden Beitrag zur translatologischen Praxis wird der Versuch unternommen, zu zeigen, inwiefern die Übertragung der semantischen Dimensionen religiöser Termini und sprachspezifischer Phänomene der Grammatik aus der einen Sprache in eine andere Sprache (un-)möglich sind. Nach einer kurzen Erläuterung von Kultur und Religion werden mögliche Überstzungsschwierigkeiten (wie z.B. Bedeutungsverengung) am Beispiel von Agápē (ἀγάπη) und Philía (φιλíα) in der Bibel und von Kāfir (كافر), Fāsiq (فاس ق), Fāğir (فاجر) und der Sawfa- Partikel im Koran u.a. dargestellt. Freilich ist es dabei nicht unser Ziel, Lösungsvorschläge allgemeiner Gültigkeit zu geben (das ist ja auch nicht möglich); es wird vielmehr angestrebt, die Problematik aus der Sicht des „Bedeutungstransfers“ anzuschneiden.
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