Diese Studie analysiert Vokabelfehler von Studierenden bei Übersetzungen vom Deutschen ins Indonesische. Die Untersuchung verwendet einen qualitativ-deskriptiven Ansatz, der durch einfache quantitative Methoden ergänzt wird. Die Datenbasis bilden schriftliche Übersetzungen deutscher Texte von Studierenden des Studiengangs Germanistik. Die Datenanalyse umfasste die Identifizierung und Klassifizierung von Fehlern sowie die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Fehlern und verwendeten Übersetzungsstrategien. Die Ergebnisse zeigen, dass Vokabelfehler zu den häufigsten Fehlern in studentischen Übersetzungen zählen. Diese Fehler umfassen nicht kontextbezogene Übereinstimmungen, Fehlinterpretationen ähnlicher Wörter und Fehlübersetzungen von Redewendungen. Darüber hinaus neigen die von den Studierenden verwendeten Übersetzungsstrategien zu einer wörtlichen Übersetzung, wodurch Kontext und kommunikative Funktion des Textes unberücksichtigt bleiben. Der Zusammenhang zwischen lexikalischen Fehlern und Übersetzungsstrategien deutet darauf hin, dass die Wahl ungeeigneter Strategien zu Übersetzungsfehlern beiträgt. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, das Übersetzungslernen zu stärken und dabei nicht nur linguistische Aspekte, sondern auch die Entwicklung von Kontextbewusstsein und interkultureller Kompetenz zu fördern. Die Ergebnisse dieser Studie sollen daher zur Entwicklung effektiverer Übersetzungslernmodelle beitragen, die auf die Verbesserung der Qualität studentischer Übersetzungen abzielen.
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